Direkt zum Inhalt

Zentrale Plattform vereinfacht Beschaffung für E-Mobilität

Der Digital-Procurement-Spezialist Facturee zentralisiert die Beschaffung individuell gefertigter Bauteile für die Elektromobilität, um Herstellern den Zugriff auf vielfältige Fertigungstechnologien zu erleichtern.

Die wachsende Modellvielfalt bei Elektrofahrzeugen erhöht die Anforderungen an die Bauteilbeschaffung in Europa. Das Berliner Unternehmen Facturee bündelt diesen Bedarf über ein Netzwerk von mehr als 2.000 Fertigungspartnern und rund 15.000 Maschinen. Kunden greifen über eine einzige Schnittstelle auf Verfahren wie CNC-Bearbeitung, Spritzguss und additive Fertigung zu.

Ein Anwendungsbeispiel ist das Pilotprojekt eTaxi Austria, das in Wien und Graz automatisiertes Laden erprobte. Für das Ladesystem des österreichischen Unternehmens Easelink lieferte Facturee unterschiedliche Aluminiumkomponenten. Das von 2021 bis 2025 durchgeführte Projekt nutzte spezielle Ladeplatten im Boden, sodass ein manuelles Anschließen des Kabels entfällt.

In der Automobilindustrie verlangen Serienfertigungen nachweisbare Qualitätsstandards und Zertifizierungen. Facturee ist nach ISO 9001 zertifiziert und stellt branchenspezifische Dokumentationen wie IATF 16949 oder Erstmusterprüfberichte bereit. Zur Absicherung gegen geopolitische Lieferkettenstörungen nutzt das Unternehmen eine Strategie mit integrierten Zweitlieferanten, um Produktionsausfälle zu vermeiden.

Nach Daten der International Energy Agency wuchs der europäische Markt für Elektroautos im Jahr 2025 um über 30 Prozent auf 4,2 Millionen Fahrzeuge. Angesichts dieser Vielfalt müssen im Einkauf unterschiedliche Faktoren zusammengeführt werden, berichtet Facturee-Geschäftsführer und Gründer Moritz König. "Gerade in einem volatilen Marktumfeld ist es wichtig, bei der Beschaffung flexibel reagieren zu können", betont König.

QUELLE: FACTUREE